Der Ton

Die Objekte für den Grubenbrand oder Fassbrand stelle ich aus Steinzeugton mit ca 40% Schamotte von Hand her. Um eine glatte Oberfläche zu erzielen, werden die Gegenstände in lederhartem Zustand mit einer Glühbirne oder einem glatten Stein poliert. Sobald die Objekte trocken sind, trage ich Terra sigillata auf und poliere die Oberfläche nochmals.

Der Grubenbrand oder Fassbrand

Nach einem Rohbrand auf 980° C behandle ich die Gegenstände teilweise mit Kupfersulfat, Kobaltsulfat oder Eisenchlorid und binde Stahlwatte und Kupferdrähte darum herum.

Anschliessend bette ich die Objekte in einer Grube oder einem Fass auf Hobelspäne und lege kleine Holzstücke, Holzkohle und Stroh dazwischen. Um die Farbgebung zu beeinflussen, sprenkle ich Kupferkarbonat darüber. Weiteres Brennholz wird aufgehäuft und entzündet. Nach einigen Stunden wird die Grube  mit Wellblechplatten abgedeckt. Das Abkühlen der Grube benötigt ungefähr 2 Tage.

Nun können die Objekte aus der Asche herausgenommen und gereinigt werden. Freude und Enttäuschung liegen oft nahe beieinander; nicht immer gelingt der Brand so, wie ich es mir vorgestellt habe. Manchmal zerspringen die Gegenstände auch. Zum Schluss werden die Gegenstände mit Wachs eingerieben und mit einem weichen Lappen nochmals poliert, damit sie schön glänzen.

Die Pflege von Grubenbrand-Objekten

Mit einem fusselfreien Lappen abstauben. Falls nötig mit feuchtem Lappen abreiben, keine kratzenden Mittel verwenden. Um den Glanz aufzufrischen, leicht mit Holzwachs (zb Bionatura) einreiben und mit weichem Lappen polieren.

Grubenbrandwaren sind als Dekorationsobjekte für den Innenbereich gedacht. Sie sind nicht lebensmitteltauglich,  nicht spülmaschinenfest, nicht mikrowellentauglich und nicht frostsicher.

Vasen sind mit einem Dichtungsmittel ausgegossen, es empfiehlt sich jedoch, diese nicht direkt auf empfindliche Oberflächen zu stellen